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Die Kastration beim Hund – Ein Paradigmenwechsel

Kastration beim Hund (Teil 2) – Fragen und Antworten

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Gesundheits-Check

Nehmen Sie sich regelmäßig ein paar Minuten Zeit für den Gesundheits-Check.

Ohren:
  • regelmäßig kontrollieren. Bei Bedarf mit feuchtem Tuch säubern. Wegen der Verletzungsgefahr bitte keine Wattestäbchen benutzen! Sie können auch spezielle Ohrreiniger verwenden.
  • Strenger Geruch oder Rötung kann auf eine Infektion hindeuten, feste braune Ablagerungen auf Milben.
  • Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Tierarzt nach Rat.
Augen:
  • Mit einem Tuch bei Bedarf Sekret in den Augenwinkeln entfernen, verkrustete Stellen vorher anfeuchten.
Pfoten und Krallen:
  • Ballen auf Risse kontrollieren. Fremdkörper (Teer, Streusalz, Kaugummi) aus dem Zwischenzehenbereich entfernen. Hunde, die selten auf der Straße laufen, nutzen ihre Krallen nicht genügend ab. Sie müssen bei Bedarf vorsichtig gekürzt werden. Krallen regelmäßig kontrollieren ob sie brüchig, gesplittert oder gerissen sind.
  • Während der Zeckenzeit überprüfen Sie Ihren Hund bitte regelmäßig auf Zeckenbefall. Entfernen Sie diese immer mit einer geeigneten Zeckenzange. Zur Vorbeugung gegen Zeckenbefall erhalten Sie geeignete Tropfen bei Ihrem Tierarzt.
After:
  • Verklebten After mit lauwarmem Wasser oder mit feuchtem Tuch reinigen.
  • Bei langhaarigen Hunden ist es hilfreich, die Haare um den After abzuschneiden.
Zähne:
  • Regelmäßig auf Zahnstein kontrollieren. Vor allem bei Hunden, die nur Feuchtfutter bekommen und zu wenig Bewegung haben. Starker Zahnstein kann Zahnschmerzen und Entzündungen hervorrufen. Erstes Anzeichen dafür ist schlechter Atem. Bei Bedarf entfernt der Tierarzt die Beläge.
  • Vorbeugend können Sie Ihrem Hund regelmäßig spezielle Kauknochen für die Zahnreinigung geben. Durch das Kauen dieser Kauknochen wird der Speichelfluss gefördert und durch die spezielle Form der Kauknochen werden Beläge von den Zähnen abgeschabt.
  • Achten Sie darauf, dass diese Produkte ohne Zuckerzusatz sind.
Magen-Darm-Schonkost bei Durchfall oder Erbrechen

Leider bekommen unsere Vierbeiner auch hin- und wieder Magendrücken oder Durchfall.
Wichtig! Bei Durchfall oder Erbrechen über 24 Stunden kein Futter aber immer ausreichend Flüssigkeit bereitstellen!
Als Flüssigkeit abgekochtes Wasser, verdünnten schwarzen Tee oder Kamillentee anbieten (evtl. mit Traubenzuckerzusatz) Nach dem Fastentag beginnen Sie die Fütterung mit folgender Diät aus:

  • weichgekochtem Reis, Kartoffelbrei/Quetschkartoffeln ohne Milch, gekochtem Geflügel-/Kalbfleisch
  • magerem Fisch, Hüttenkäse, Quark, Tartar
  • Zur Geschmacksverbesserung kann ein wenig Fleischbrühe zugegeben werden.
  • Die Diät soll auf ca. 3 Portionen über den Tag verteilt werden und solange gefüttert werden bis die Magen-Darmstörung 2-3 Tage lang abgeklungen ist. Den Umstieg auf das gewohnte Futter bitte nicht abrupt vornehmen.

Wenn Sie sich über die Ursachen nicht sicher sind, die Beschwerden zu lange oder zu heftig auftreten, oder Ihr Hund trächtig ist kontaktieren Sie zur Sicherheit Ihren Tierarzt.

Tipps für eine sichere Umgebung

In unseren Wohnräumen und Gärten lauern Gefahren für unsere Hunde, die uns nicht immer bewusst sind. Hier ein paar Tipps für eine sichere Umgebung:

  • Verzichten Sie auf giftige Pflanzen wie z.B. Azalee, Buchs, Oleander, Eibe, Goldregen, Herbstzeitlose, Lorbeer, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Osterglocke, Rittersporn.
  • Wenden Sie Pflanzenschutzmittel nur mit Vorsicht an.
  • Junge Hunde knabbern gern Stromkabel an. Verstecken Sie diese nach Möglichkeit. Kabelschächte, oder Röhren aus Kunststoff finden Sie in jedem Baumarkt.
  • Lagern Sie Medikamente, Putz- und Reinigungsmittel, Insektensprays und anderes außer Reichweite des Hundes.
  • Kleine Gegenstände wie Flaschenverschlüsse, Tischtennisbälle, Kinderspielzeug sowie spitze, scharfe Gegenstände wie Reißzwecken und Nägel sollten außer Reichweite bleiben.
  • Große Hunde mit langer Rute können Gläser und andere Dekorations-Gegenstände von Tischen und Regalen wedeln. Achten Sie darauf, diese weiter oben zu platzieren.
  • Nagetierkäfige, Volieren, Aquarien, Terrarien sowie Futternäpfe von Katzen oder anderen Hausbewohnern müssen unerreichbar sein.
Der richtige Ruheplatz

Hunde brauchen einen festen Ruheplatz. Da sie es kühler lieben als der Mensch, ist der Flur oft ideal. Der Platz sollte in einer ruhigen, zugfreien Ecke mit Sichtkontakt zur Familie liegen, aber nicht unbedingt an einem Platz an dem ständig jemand vorbeigeht. Nachts liegen Hunde gern in der Nähe des Menschen. Ob im Schlafzimmer oder davor, ist sicher Geschmackssache. Liegt das Nachtlager im Schlafzimmer sollten Sie keinen Weidenkorb verwenden, sonst sind Sie bei jeder Bewegung Ihres Hundes wach!